25/12 – Enduro Kroatien

Im Dezember letzten Jahres habe ich etwas mehr wie eine Woche auf der kroatischen Halbinsel Istrien zum Endurofahren verbracht. Ich habe mich in einer Gruppe von Freunden angeschlossen, insgesamt waren wir gut 10 Personen.

Mit derselben Gruppe war ich vor ein paar Jahren bereits zwei Mal in Spanien, wo wir einerseits von einem Campingplatz in Santa Susanna (an der Costa Brava) aus jeweils Tagesausflüge zu den zahlreichen in der Gegend vorhanden Motocross-Pisten gemacht haben. Andererseits weilten wir ein paar Tage im Pascuet Offroad Center (unweit von Andorra) in den spanischen Pyrenäen, welches ein Paradies für Hardendurofahrer ist.

Warum Kroatien?

Für diesen Winterurlaub fiel die Wahl allerdings auf Kroatien. Die Halbinsel Istrien im Norden des Landes bietet Hardenduro-Enthusiasten (aber durchaus auch Endurowanderern) jede Menge an Trails durch die hügelige Landschaft. Zudem ist die Anfahrt mit etwa 800 km vom Nordosten der Schweiz wesentlich kürzer als nach Spanien. Ebenfalls ein Vorteil ist das mildere Klima verglichen mit dem in den Bergen gelegenen Pascuet Park, wobei bei unserer Unterkunft in der Nähe von Pazin die Temperaturen in der Nacht auch deutlich unter null Grad sanken. Tagsüber hatten wir glücklicherweise meistens sonniges Wetter, und während unserer Tagestouren zwischen etwa 10 und 16 Uhr war es in der Regel genug warm, wobei es allerdings nach Sonnenuntergang schnell abkühlte.

Alex und Kim macht das Endurofahren Spass

Geführte Touren mit Enduro Croatia

Unterkunft und Guiding haben wir über den Touranbieter Enduro Croatia gebucht. Die zwei jungen Guides, die uns jeweils auf den Touren führten, waren beides sehr geübte Endurofahrer die mit der Gegend bestens vertraut sind. Wir haben alle unsere eigenen Maschinen mit Lieferwagen und Anhänger mitgenommen, es gibt allerdings auch die Möglichkeit topmoderne KTM Enduros zu mieten. Meistens teilten wir uns in zwei Gruppen mit unterschiedlichen Fahrniveau auf. Ich habe mich überwiegend der weniger fortgeschrittenen Gruppe angeschlossen, wobei die Guides oft genug auch gemeinsame Abschnitte und optionale Teilstrecken mit den geübteren Fahrern einplanten.

Stopp bei einem “Playground”, hier kann man Pause machen oder sein Fahrkönnen an den Hängen des Ödlands testen

Für alle geeignet

Über sechs Fahrtage (die meisten meiner Kollegen sind einen Tag früher an- und ebenfalls einen Tag später abgereist, kamen somit etwas mehr zum Fahren) verteilt führten uns die Guides durch diverses Terrain. Es ging durch Wälder und Ödland, auf Hügel hinauf und in Täler hinunter. Von schnellen Kiespisten bis zu technischen Singletracks durch Bachbetten und mit herausfordernden Auffahrten war alles dabei. Fazit: es hat uns allen sehr gut gefallen, durch die Wahlmöglichkeit zwischen den zwei Gruppen unterschiedlichen Niveaus war niemand überfordert, aber auch niemand unterfordert.

Unsere Töffs sind nach dem Waschen beim Haus von Dalibor wieder schön sauber

Was sonst noch geschah

Neben den durchaus anstrengenden Touren machten wir es uns in unserer Unterkunft (ein Ferienhaus mit mehreren Wohnungen) gemütlich. Das Frühstück und leckere Abendessen war im Tour-Package dabei und wurde uns in einer grossen Stube mit Schwedenofen serviert; ausgiebige Erzählrunden und (Trink)spiele sorgten dafür, dass es uns nie langweilig wurde. Zudem feierten wir gemeinsam Silvester. Mit Racletteessen und improvisierter Tanzfläche wurde das neue Jahr eingeleitet.

Der nächste Kroatienurlaub kann kommen  😊

P.S. Dies war mein erster Endurourlaub wo ich eine GoPro dabei hatte. Zwei Videos von Hangauffahrten habe ich bereits auf YouTube gepostet:

Ein Video mit den Highlights des ganzen Urlaubs soll noch kommen 😉

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